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Dienstag, 28.08.2007
Wolkenloser Himmel, klare Luft, gutes Frühstück: Es wird ein schöner Tag!
Wir folgen dem Flusslauf der Lauguette. Es ist ein reizvolles Tal zwischen Weinbergen, dünn besiedelt, friedlich, lieblich. Die schmale, aber gute Landstraße haben wir auch hier für uns allein. Es sind nur ein oder zwei Autos in der Stunde, die wir beachten müssen.
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Der Weg steigt auf einen Bergrücken, und obwohl diese Erhebung nur 420 m misst, ist das Landschaftsbild so wie wir es aus höheren Lagen kennen. Hier wächst kein Wein mehr, nur Wacholderbüsche und spärliches Gras auf steinigem Boden. Wie verlassene Terrassen es zeigen, wurde früher aus Not auch hier oben noch Wein angebaut.
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An der anderen Bergseite sinkt die Straße steil in das Tal der Alsou hinunter. Stellenweise verläuft der
Weg durch felsige Schluchten.
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Unser Tagesziel Lagrasse liegt malerisch in einer Senke. Die
Stadt wurde schon vor dem Jahr 800 gegründet. Nach der Legende war es sogar Karl der Große, der durch eine Klosterstiftung den Grundstein gelegt hat. Da die Katharenkriege hier etwas weniger gewütet haben als anderswo in Corbiére, haben sowohl die Stadt als auch das Kloster ihren mittelalterlichen Charakter bis heute gut bewahrt. Um die Stadt mit den schmalen Gassen sind noch Reste der Stadtmauer vorhanden. Zahlreiche alte Wohnhäuser, eine große Markthalle sind aus dem 14. Jahrhundert, sowie eine um
noch zweihundert Jahr ältere Steinbrücke sind schon sehenswert genug. Der Glanzpunkt ist aber die alte Abtei St-Martin. Sie wurde zwischen dem 12. bis zum 18. Jahrhundert erbaut. So haben alle Bauepochen ihre charakteristischen Stilelemente zur heutigen Ansicht beigetragen.
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Lagrasse
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Markthalle in Lagrasse, 14. Jahrhundert
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Alte Brücke in Lagrasse
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Abtei St-Martin in Lagrasse
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Abtei St-Martin in Lagrasse
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Bei der Säkularisation wurde das Anwesen wegen seiner enormen Größe zweigeteilt, um es so besser verkaufen zu können. (Damals gab es noch keinen Börsengang, aber große Firmen aus wirtschaftlichen Gründen zu zerschlagen ist nicht unsere Erfindung.) Diese Teilung ist bis heute erhalten geblieben: Kirche, Kreuzgang und der Turm gehören einem Mönchorden, die restlichen Bauten dem Staat. Man kann (und sollte) beide Teile besichtigen, allerdings haben die zwei Teile unabhängig voneinander ihre Eintrittkarten und Öffnungszeiten. (Auch so eine Geschäftsidee! Wie wäre es beispielsweise einzelne Abteilungen der Alten Pinakothek in München auszusourcen?)
Das Camping befindet sich etwas außerhalb auf einem Berg. Von dort gibt es eine besonders schöne Aussicht auf die Stadt.
Es war heute eine ausgesprochen schöne Strecke zu radeln. Ein Handicap möchte ich aber doch nicht verschweigen: Obwohl wir acht kleine Dörfer passierten, haben wir auf dem ganzen Weg keine Möglichkeit gefunden, etwas zum Essen oder zum Trinken zu bekommen.
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