Mittwoch, 29.08.2007
Nachts hat es
ein wenig geregnet und auch in der Frühe sieht es ziemlich düster aus. Wir schaffen es aber bis Fabrezan, ohne nass zu werden. Als das Gewitter losbricht, sitzen wir in einer Bar und betrachten durch die Fensterscheibe, wie die Wassermassen herunter stürzen.
Nach dem Regenschauer fahren wir weiter. Das Land ist wieder etwas flacher, der Himmel weiterhin bedrohlich dunkel. Mal sehen, wie weit wir heute kommen.
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Das Camping Figurotta liegt etwa zwei Kilometer außerhalb des Dorfes in einem Pinienwald. Es wird von zwei Männern aus Holland geführt, geschmackvoll eingerichtet und bestens gepflegt. Überall blühen Blumen. Es gibt ein Swimmingpool, ein überdachtes Aufenthaltsbereich mit Tischen und Stühlen. Auch die Sammlung von alten Pendeluhren, die in der Rezeption an den Wänden hängen, ist durchaus beeindruckend. Der erste Eindruck ist also sehr positiv. Einige Merkwürdigkeiten fallen uns aber sofort auf: Alle die Gäste sind ausnahmslos Holländer im Rentneralter, alle mit Wohnwagen oder mit Wohnmobil. Ich habe aber nichts gegen Holländer, ganz im Gegenteil, also was soll's? Das zweite, was uns auffällt, sind die unzähligen Verbotsschilder, die fast alles untersagen. Der Zugang zum Schwimmbecken ist zugesperrt, das Aufenthaltsbereich am Abend geschlossen, Hunde sind verboten (obwohl die Besitzer selbst zwei große Hunde haben). Ein Teil vom Gelände, gerade da, wo Tische und Bänke stehen, ist mit Kette gesperrt: "Benutzen verboten!" Wie ich nach dem morgigen Wetter frage, bekomme ich einzig die witzige Antwort: "Ja sicher, auch morgen haben wir Wetter!" Als wir danach fragen, ob wir Strom bekommen könnten, um unseren Geräte aufzuladen, oder ob sie uns erlauben, irgendeinen Stecker zu benutzen, ist die Antwort kurz und unmissverständlich: "Nein!" Schade für das schöne Camping!
Abends kommt ein starker Nordwestwind auf, der die bedrohlichen Wolken weg
bläst. Das gespenstische Geheul in den Bäumen klingt im Dunkeln besonders dramatisch.
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