Donnerstag, 30.08.2007
Der Wind hat keinen Augenblick nachgelassen. Die Wolken sind bis auf einige Reste weggeweht. Es könnte ein schöner Sommertag werden, aber langes Radeln in diesem Sturm – in welcher Richtung auch immer – wollen wir
uns nicht zumuten. So machen wir heute ein Kurzprogramm: Wir besuchen das Zisterzienserkloster Fontfroid. Sie liegt nur eine halbe Stunde südlich von uns.
Auf dem Weg nach Fontfroide
Auf dem Weg nach Fontfroide
Abtei Fontfroide
Das Kloster Fontfroid wurde im 11. Jahrhundert gegründet. Da es Mitten im Gebiet der Katharer lag, galt die Abtei in den Kriegen gegen den Ketzer als Hauptstützpunkt der Kirche. So ist sie aus den Kämpfen als die reichste und mächtigste Abtei in Südfrankreich herausgekommen. Dies spiegelt sich auch in der herrliche Architektur, die für die Zisterzienser so charakteristisch ist.
Der Brunnen von Fontfroid
Die Säkularisation hat auch hier für das Erste das ende bedeutet. Das Kloster ist in den 19. Jahrhundert fast zerfallen. Es ist ein Glücksfall der Geschichte, dass 1908 ein reicher Liebhaber die große Anlage erwarb und in den darauf folgenden Jahren vorbildlich restaurieren ließ. Fontfroid ist bis heute im Privatbesitz.
Kreuzgang, Fontfroid
Kreuzgang, Fontfroid
Fontfroid
Fontfroid
Der kurze Rückweg nach Bizanet ist ein einziger Kampf gegen den stürmischen Wind. Wir brauchen für die fünf Kilometer fast eine ganze Stunde. An den letzten zwei Kilometer haben wir dann Rückenwind, der uns auf den Berg direkt hochschiebt. Ich habe beim Radeln solchen Wind noch nie erlebt!