Gallipoli - Otranto

Freitag, den 19.05.2006

Das Hinterland Murge Salentine ist ziemlich gewellt, und da der Tag schon am Morgen sehr heiß ist, wird von uns einiges abverlangt. Die Städte Alezio, Sannicola, Neviano glühen in der Hitze und sind wenig verlockend.

Abschied von Gallipoli
Galatina, Chiesa Santi Pietro e Paulo
In Galatina wollen wir die berühmten Fresken in der Kirche Santa Caterina di Alessandria allerdings nicht auslassen. Als wir in Galatina ankommen, sind wir ziemlich geschafft. So setzen wir uns erst in ein Café, bevor wir die Fresken anschauen. Dies ist ein großer Fehler. Als wir uns zu der Kirche begeben, wird die Tür vor unserer Nase zugesperrt: Mittagspause. Der Junge Mann sagt, wir können in vier Stunden zurückkommen, es lohnt sich, die Bilder sind sehr schön. Er meint es sicher nicht so, aber für mich klingt es wie Hohn.
Portal der Chiesa Santa Caterina di Alessandria
Galatina

Am Nachmittag wird es noch heißer, die schnurgerade breite Straße bis Martano ist stark befahren und dazu ein aufkommender Gegenwind nimmt uns die letzte Freude am Radeln. Italien! Apulien! Von wegen!

In Martano machen wir auf der schattigen Terrasse einer Bar eine längere Pause. Und siehe da, der Wind hört auf zu blasen, und auch der Verkehr lässt nach. Der Wirt wundert sich zwar, dass wir in dieser Hitze weiter fahren, aber wir sind zu neuen Kräften gekommen.

Auf den nächsten Kilometern hat die gute Straße ein leichtes Gefälle und die Landschaft ist vielleicht die schönste unserer bisherigen Reise. Wir sind in Olivenland, oft mit sehr alten Baumbestand, dazwischen archaische kegelförmige Steinhütten. Von Zeit zu Zeit passieren wir hochherrschaftlichen Landhäusern wie in einem Visconti-Film.
Zwischen Martano und Otranto
Zwischen Martano und Otranto
Zwischen Martano und Otranto
Zwischen Martano und Otranto

In Otranto nehmen wir ein Zimmer in "Hotel Albania", ein Haus, das seinen Namen zu Unrecht trägt, es ist nämlich eine gutbürgerliche, empfehlenswerte Einrichtung.

Terasse in Hotel Albania, Otranto

Wir müssen heute ziemlich viel Kraft verbraucht haben, da wir nach der Ankunft beide, bevor wir duschen oder Wäsche waschen, in einen tiefen Schlaf fallen. Offensichtlich brauchen wir eine kleine Erholungspause. So nehmen wir uns vor, morgen in Otranto zu bleiben.

Abendessen in der Ufergaststätte "Dal Baffo". Wieder eine gute Wahl.