Alberobello - Conversano

Donnerstag, den 25.05.2006

Heute ist es empfindlich kühler geworden. Die geplante Tagesstrecke bis Conversano ist beschämend wenig, aber uns bläst ein starker Gegenwind fast aus der Wäsche so, dass manche steile Steigung mich an den Rand des Machbaren bringt. Das Land ist nach wie vor lieblich, zu den Oliven- und Weinfeldern kommen immer mehr ausgedehnte Kirschenplantagen. Die Trulli bleiben nördlich von Alberobello überraschend plötzlich hinter uns, nach einigen Kilometern gibt es keine mehr.

In Conversano nehmen wir ein Appartement. Es ist ein Neubau etwas außerhalb, sehr komfortabel und mit 30 € mehr als preiswert. An dieser Stelle mochte ich erwähnen, dass wir in Italien im Gegensatz zu osteuropäischen Ländern, wo die Handtücher oft taschentuchgroß sind, immer große und weiche Handtücher bekommen, und zwar in verschwenderisch großer Anzahl.

Normannenkastell in Conversano

Nachdem wir uns ausgeruht haben, radeln wir in die Stadt. Am Rand der Altstadt steht die mächtige normannische Burg, die ältesten Teile sind aus dem 10. Jahrhundert. Dahinter liegt die Cattedrale Santa Maria Assunta, im 12. Jahrhundert begonnen, zweihundert Jahre später umgebaut. Aus dieser Zeit sind auch die das Portal bewachenden etwas verwitterten Löwen.

Cattedrale Santa Maria Assunta, Conversano
Cattedrale Santa Maria Assunta, Conversano
Cattedrale Santa Maria Assunta, Conversano

Die engen romantischen Gassen sind sehr stimmungsvoll. Nach einem ausgedehnten Spaziergang suchen wir ein Café, wo wir so kurz vor dem Ende der Reise bei einem Glas guten Wein die obligatorische Ansichtskarten schreiben.

Denen entgeht nichts ...
Lichtinstallation für das Stadtfest

Das Abendessen in dem von unserem Reiseführer empfohlenen Lokal "Porta Antica" ist eine Enttäuschung. In dem fast leeren Ristorante wird uns erst der falsche Wein gebracht, ein bestelltes Gericht überhaupt nicht, und die Rechnung am Ende stimmt - zum ersten Mal auf unserer Reise - auch nicht.