Everglades, Shark Valley

Sonntag, den 22.02.2004

Die Luft am Seeufer ist außergewöhnlich kalt und feucht, das Zelt ist innen und außen klitsche nass.

Wir fahren zum Shark Valley zurück. Es ist noch früh, jetzt klappt es mit den Rädern. Die sind zwar ziemlich schrottig, aber für die kurze Strecke wird es schon reichen.

Wir fahren also los, aber kommen von lauter Staunen kaum voran. Im Winter sind die Everglades auf weiten Flächen ausgetrocknet, die Tiere, die auf Wasser angewiesen sind, versammeln sich an den Stellen, wo das lebensgebende Nass noch reichlich vorhanden ist. Wie eben hier, in Shark Valley. Wir sehen hier

mehr Vogelarten, als auf der gesamten bisherigen Reise. Die Szene erinnert uns an alte Gemälden, die den Garten Eden zeigen. Tausende und abertausende lärmende Vögel engstens nebeneinander, dazwischen so viele Alligatoren, dass wir nach der anfänglichen Begeisterung von den urtümlichen Riesenechsen kaum noch Notiz nehmen. (Hier weiter Bilder).

Am Abend fahren wir - da es gestern so schön war - wieder nach Everglades City und schauen, diesmal vom Ufer, den Sonnenuntergang an.

Der Abend ist mild, wir sitzen vor unserem Zelt und schauen den hunderten Leuchtkäfern zu. Sie leuchten nicht permanent, sondern senden kleine, aber erstaunlich starke Blitze aus.