Everglades - Punta Gorda

Montag, den 23.02.2004

Es geht weiter zur Westküste. Je näher wir zu der Großstadt Naples kommen, um so dichter ist der Verkehr. Die Gegend davor und danach ist dicht bebaut und auch nicht besonders interessant.

Mittags suchen wir einen Platz zum Picknick, aber hier, wo die Bürger sich damit rühmen, die größte Dichte an Golfplätzen in ganz Amerika zu haben, finden wir keinen. Erst etwa 70 Kilometer weiter nördlich, auf der Insel Lovers Key finden wir ein State Park, wo wir nicht nur Tische und Bänke, sondern auch einen herrlichen Sandstrand vorfinden. Das Wetter ist zwar windig, aber im Schutz der Mangroven ist es angenehm warm. So

baden wir ausgiebig, bevor wir uns wieder ins Verkehrsgewühl stürzen.

Der weitere Weg auf der Inselstrasse ist ein einziger Stau, was uns die Lust nimmt, unser Glück weiterhin in der Nähe der Küste zu suchen. So streichen wir die berühmte Badeinsel Sanibel Island von dem weiteren Programm.

Wir nehmen die Autobahn 75 nach Norden, vorbei an Fort Myers. Danach suchen wir ein Camping, aber es scheint in dieser Gegend nicht ganz einfach zu sein. Bei dem ersten Versuch folgen wir einer Beschilderung, bis sich der Weg im Nichts verliert. Zurück zur Autobahn fahren wir weiter. Etwas später starten wir einen zweiten Versuch.

Diesmal finden wir zwar das ausgeschilderte Campground, es ist aber eher eine chaotische Obdachlosen-siedlung, ein Asyl für Gestrandete, auch nicht gerade das, was wir suchen. Inzwischen ist es spät am Nachmittag, wir haben genug für heute. So nehmen wir ein Motelzimmer in Punta Gorda. Abendessen finden wir bei einem Italiener, was hier nichts besonderes ist, da die Gegend überproportional von Italienern besiedelt wurde. Nach amerikanischer Sitte nehmen wir eine Pizza zu zweit, die allerdings so groß ist, wie ein Mühlstein. Den Belag muss man sich von einer Karte selbst zusammenstellen. Wir sind mit unseren Kreationen voll zu frieden.