Myakka River State Park und Sarasota

Dienstag, den 24.02.2004

Gut geschlafen, in einem Pancake-Lokal gut gefrühstückt, es kann also weiter gehen. Zuerst wollen wir aber das Old Town, das es in Punta Gorda geben soll, anschauen.

Nun, die Stadt wurde um 1900 gegründet, zuviel darf man also von einer so jungen Altstadt nicht erwarten. Wir sehen dann auch nur geplegte kleine Holzhäuser auf schachbrettförmig angelegten Straßen, eine ganz und gar nicht städtische, eher ländliche Idylle. Das Hauptattraktion der Altstadt ist die alte Fisherman's Village, eine auf dem ehemaligen Fischerkai angelegte Geschäftsstraße. Man muss es nicht unbedingt gesehen haben.

Wir fahren weiter zum Myakka River State Park. Dieser ist nicht nur der Größte Staatspark in Florida, sondern auch der abwechslungsreichste. Zwei große Seen, riesige Trockenpräriegebiete,

ausgedehnte Flusslandschaften und urige Wälder voll mit interessanten Pflanzen und Tieren bieten den Besuchern viele Möglichkeiten, sich zu erholen oder sportlich zu betätigen. Der Park hat auch einen Campground, wo wir mit Glück noch einen der letzten Plätze bekommen. Das Camping liegt im Wald, nur einige Meter hinter unserem Zelt fängt die geheimnisvolle Wildnis an. Die alten Eichen sind dicht mit Spanish Moss bewachsen, der Boden ist mit Saw Palmetto bedeckt. Diese kurriose Palmenart sieht zwar wie eine Palme aus, aber der Stamm wächst nicht in die Höhe, sondern kriecht dem Boden entlang.

Von den Parkrangers erfahren wir, dass ein Schlechtwetterfront in Anmarsch ist, der oft viel Regen bringt. Wir hoffen, dass die Vorhersage, wie bei uns, sich auch hier irren kann. Vorläufig ist es sommerlich warm, ein richtiges Badewetter. Wir wollen es ausnutzen und fahren nach Sarasota zum Strand.

Der öffentliche Strand von Crescent Beach ist feinsandig, sauber und mit allen sanitären Einrichtungen versehen. Und sogar die Parkplätze sind natürlich kostenlos, wie es bei den bösen Kapitalisten hier oft der Fall ist. Baden wollen wir trotzdem nicht mehr. Eben noch warm, ist es plötzlich kühl geworden. Die Luft ist mit Gischt gesättigt, das Salz kratzt uns den Hals. So sitzen wir eine Weile im Sand und

beobachten die vielen Pelikane und Strandläufer, die zwischen den Strandbesuchern ihren täglichen Futterbesorgungen nachgehen. Bald verschwindet das Licht, und wir wissen, dass die Wettervorher-sage nicht ganz falsch gewesen sein kann.

Auf dem Rückweg besuchen wir ein einfaches mexikanisches Lokal, wo wir ausgesprochen gut speisen.

Um 21 Uhr, als wir uns ins Zelt begeben, regnet es noch immer nicht, aber die Zeichen sind recht eindeutig, es kann nicht mehr lange dauern.