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Mittwoch, den 25.02.2004
Es regnet, und zwar mit solcher Heftigkeit und Ausdauer, wie ich es noch nie erlebt habe! Es hat gestern spät am Abend mit Blitz und Donner angefangen, und seit dem gießt und gießt es ohne Pause oder Nachlass. Jetzt ist es schon Nachmittag, ein Teil des Zeltplatzes steht schon unter Wasser und der Ufer dieses neu entstandenen Sees ist nur noch ein Schritt von unserem Zelt entfernt. Der Regen, der auf das Zeltdach prasselt, ist so laut, dass wir uns im Zelt nur schreiend verständigen können. Zu den etwa 50 Meter entfernten Toiletten müssen wir den Wagen benutzen, aber auch so lässt es sich nicht vermeiden, dass wir dabei so nass werden, als ob wir schwimmen gewesen wären. Unser Zelt, ein Hitec-Produkt, das schon einige Unwetter ohne
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| Schäden überstanden hat, ist am Fußende undicht geworden, die Matratzen und Schlafsäcke sind nass und kalt. Vorläufig versuchen wir, trotz dieser Widrigkeiten in dem Schlafsack zu verharren, aber wenn es nicht bald aufhört zu regnen, müssen wir wohl die Flucht ergreifen.
Um die Schläfsäcke später überhaut benutzen zu können packen wir sie in den Wagen und fahren nach Sarasota, wo wir in einem Waschsalon einige Klamotten und eben die Schlafsäcke trocknen. Danach setzen wir uns in eine Buchhandlung, groß wie ein Fussballplatz, überall stehen bequeme Sessel für die Kunden bereit, in einer Ecke gibt es Kuchen und Kaffee ... Für Zeltbewohner gibt es bei diesem
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Wetter keinen besseren Aufenthaltsort. Wir entstehen einige Bücher, unter anderen auch einen Campingführer von Florida. Zwar reichlich spät, die Reise geht bald zu Ende, aber vielleicht für das nächste Mal. Ob es ein nächstes Mal geben wird? Bei diesem Wetter weiß ich es nicht so richtig.
Heute muss es Aschenmittwoch sein. Viele Menschen, die wir begegnen, haben ein Aschenkreuz auf der Stirn.
Der Tag ist noch immer nicht zu Ende. Wir machen einige Frusteinkäufe, gehen zum Italiener teuer und schlecht essen. Dann lässt der Regen endlich etwas nach. Wir fahren zurück zum Zelt.
Laubfrösche sollen Regen mögen, aber diese Regenmenge schein auch für sie zu viel gewesen zu sein. In unserem
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Stromkasten hat sich so ein Kerlchen Schutz gesuch und zeigt auch keine Neigung diesen trockenen Platz zu verlassen.
In dem Camping haben wir neue Nachbarn, eine Familie mit drei lauten Töchtern. Sie haben sich zwischen den Pfützen schon heimisch eingerichtet, mit mitgebrachtem Holz ein großes rauchendes Lagerfeuer entfacht, zusätzlich dazu den Grill angeschmissen, und damit die romantische Stimmung die Krone erhält, ein großes TV in Freie gestellt und voll aufgedreht, damit halb Florida unterhalten wird.
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Apropos Feuer: Ich glaube, die meisten Amerikaner sind heimliche Pyromanen. Wenn sie aus dem Auto steigen, wird erst ein Feuer angezündet. Vielleicht ist dies ein Überbleibsel aus Pioniertagen, als Feuer gegen die wilden Tiere Schutz bot. Auch am Morgen, wenn sie aufstehen, zünden sie erst ein Feuer an, danach wird ein Kaffee gemacht und mit dem vollen Kaffeebecher die Toilette aufgesucht.
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