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1. Tag: Von München nach Bad Tölz, 65 km |
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| Mittwoch, den 29.05.2007 Der Anfang unserer Reise hat sich verzögert. Erst waren es familiäre Gründe, dann meldete sich das linke Knie von Suzanne, und als alles schien sich zum Guten zu wenden und wir schon fertig gepackt hatten, kam eine Schlechtwetterperiode mit Unwetterwarnung, schneidender Kälte, sintflutartigem Regen und stürmischem Wind. Nach einem frühlingshaften Winter ein merkwürdiger Sommeranfang. Auch heute sollte das Wetter nicht viel besser werden. |
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Blick aus dem Fenster, gestern als wir fahren wollten
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Es ist aber besser geworden. Es ist viel heller als gestern, und als dann auch noch die Sonne heraus kommt, machen wir uns kurzentschlossen auf den Weg. |
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ChinesischerTurm im Englischen Garten
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Erst überqueren wir den Englischen Garten. Der Boden ist voll gesät mit Laub und Zweigen, die der gestrige Sturm von den Bäumen riss. Vorbei am Chinesischen Turm, wo bei diesem kühlen Morgen anstelle Biertrinker nur einige Jogger und Spaziergänger uns begegnen, erreichen wir die Isar. Der Fluss ist nach den Regenfällen der vergangenen Tage mächtig angeschwollen. Wo in normalen Zeiten eine kleine Wasserstufe plätschert, ist jetzt eine große Welle entstanden. Die Münchener Surfer nehmen die Gelegenheit wahr, ihren Sport mitten in der Großstadt auszuüben. |
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Surfer an der Isar
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Auf den ersten 15 Kilometern, etwa bis Pullach, benutzen wir flussaufwärts den linksseitigen Radweg, der meist durch die ufernahen Parklandschaft oder durch Wohngebiete seinen Weg nach Süden findet. Danach wird es etwas unübersichtlich, und als uns die Weiterfahrt auf dem Isarradweg auch noch durch zahlreiche Baustellen verleidet wird, fahren wir zur Landstraße. Auch dort gibt es ein guter Parallelradweg. Deutschland ist für Radler wahrhaftig paradiesisch, auch wenn es noch einiges zu tun gibt. |
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Radweg vor Pullach, wo eine alte Eisenbahntrasse zum Radweg umgebaut wurde
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Baierbrunn
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Kloster Schäftlarn
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Bei Schäftlarn kehren wir zur Isar zurück. Durch schöne Auewälder und Wiesen erreichen wir Wolfratshausen, das wir aber rechts liegen lassen, da wir es kennen. Bis hierher bewegen wir uns immer noch auf heimischem Terrain. |
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Vor Wolfratshausen
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Isarradweg bei Wolfratshausen
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Die letzten 15 Kilometer bis Bad Tölz sind etwas mühsam. Wir sind beide außergewöhnlich müde, obwohl die heutige Strecke nur 65 Kilometer beträgt. Ob es von der Aufregung vor der Reise, von den niedrigen Temperaturen oder von dem Gegenwind kommt, weiß ich nicht. Vielleicht sind wir auch nur alt geworden. |
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Vor Bad Tölz
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Bad Tölz ist richtig schön bayrisch. Von dem durch den Salzhandel entstandenen Reichtum künden die vielen bunt bemalten Bauten am langen Marktplatz. Man nennt diese Art von traditionellen Häuserschmuck Lüftlmalerei, die hier besonders schön zur Geltung kommt. Hinter der Stadt erheben sich die erste hohen Berge, heute sogar leicht beschneit. |
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Bad Tölz, Hauptmarkt
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Bad Tölz, Hauptmarkt
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Bad Tölz
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Bad Tölz
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Unterkunft finden wir in Hotel Milano. Wie der Name schon sagt, es ist eher eine italienische, als bayrische Einrichtung. Das einfache Zimmer ist nicht gerade preiswert. In Bayern gibt es für die Hotelpreise so etwas, wie ein Meridian, das ungefähr durch München verläuft. Nördlich davon sind die Zimmerpreise niedriger. Die hohen Berge ziehen auch die Preise in die Höhe. Das Ristorante aber, das sich im Haus befindet, kann sich sehen und schmecken lassen. Wir speisen ausgezeichnet! |
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Unser Hotel in Bad Tölz |
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