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3. Tag Von Maurach nach Innsbruck, 53 km
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| Freitag, den 01.06.2007 Es regnet. Wir verzögern unseren Start und hoffen, dass es bald aufhört zu regnen. Wir trinken einen Tee, schauen in einem Sportgeschäft die Klamotten an, bestellen per Internet ein Zimmer in Innsbruck, und siehe da, es wird langsam heller, der Regen weniger. Also los! Jetzt geht es ins Inntal hinunter, nach Jenbach. Als wir dann ein Hinweisschild mit diesem Namen sehen, folgen wir ihm. Nur später merken wir, dass diese nicht die übliche, auch sehr steile Landstraße ist, sondern die frühere, mittelalterliche Straße am Kasbach entlang, die fast in freiem Fall nach unten saust. Trotz kühlendem Regen sind die Felgen vom Bremsen so heiß, dass ich meinen Finger verbrenne, als ich sie kontrollieren möchte. |
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Die steile Straße am Kasbach entlang
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Jenbach
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In Jenbach haben wir die schwere Aufgabe, von der Stadt zum Innufer zu kommen, wo der Innradweg verläuft. Die Stadt ist durch die Autobahn und eine Eisenbahnstrecke vom Fluss getrennt. Nach langem Kartenstudieren fahren wir zum Bahnhof, wo wir, wie erhofft, einen Lift finden, mit dessen Hilfe wir die Gleise unterqueren. Jetzt sind wir zwischen den Gleisen und der Autobahn, wo zwar Häuser und eine breite Straße mit Tankstelle sich befindet, aber keine Unterführung oder Brücke. Ich erkundige mich bei der Tankstelle nach dem richtigen Weg. Wir müssen erst etwa zwei Kilometer in die Falsche Richtung, nach Osten fahren und dort gibt es eine Unterführung. So finden wir doch noch den ausgezeichneten Innradweg. Ja, das Inntal! Es war seit ewigen Zeiten eins der wichtigsten Wirtschaftsgebiete in den Alpen, und es ist das heute noch. Dem entsprechend ist es ziemlich zugebaut. Der Inn ist ein Kanal, der mit der Autobahn und Eisenbahn verflochten ist, wie ein altmodischer Mädchenzopf. Mindestens zwei Landstraßen gesellen sich dazu, und ein Wald von Hochspannungsmasten. Die wenigen freibleibenden Flächen sind mit Industrie, Kiesabbau, mit kleineren und größeren Betrieben und Lagerhallen belegt. Nur wenn danach doch noch eine handtuchgroße Fläche vergessen wurde, ist sie mit Kartoffeln oder Gemüse bepflanzt. Ich glaube, im Inntal könnte man keinen Schaufel Erde finden, die sich noch immer dort befindet, wo der liebe Gott sie hingestellt hatte. Der Radweg aber, den man in diesem Durcheinander auch noch irgendwie dazwischen gefädelt hat, ist erstklassig, überall asphaltiert, gut beschildert, ein Segen für Radler. Ohne diesen markierten Radweg könnte man gar nicht dem Inn entlang radeln, da man sich ständig verirren, und zwischen Bahn, Autobahn, Fluss und Betrieben in Sackgassen landen würde. |
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In Schwaz machen wir Mittagspause. Die Stadt ist sicher schön, jetzt, im Nieselregen ist es hauptsächlich grau. |
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Schwaz
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Schwaz
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Schwaz
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Am Nachmittag begegnen wir recht vielen Radfahrern, auch vielen Tourenfahrern. Sie kämpfen mit dem Wind. In der Zwischenzeit ist ein stürmischer Wind aufgekommen, für uns ein Rückenwind, der uns anschiebt. So ernten wir manche neidische Zurufe von den entgegen Kommenden. |
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Schloss Mitterhart hinter Schwaz
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Gedeckte Innbrücke in Hall
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Vor der kleinen Holzbrücke vor Hall passiert's. Beim absteigen verdreht Suzanne ihr linkes Knie. Sie kann zwar relativ ohne Schmerzen weiterfahren, aber beim Gehen hat sie immense Schwierigkeiten. Auch die Stadtbesichtigung von Hall ist für sie eher ein Herumhinken als ein Genuss. |
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Münzerturm in Hall
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Pfarrkirche St.-Nikolaus in Hall
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Brunnen am Marktplatz, Hall
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Rathaus in Hall
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Wir kommen in Innsbruck an. Das Gasthaus Innbrücke ist in einem bald 600 Jahre alten Haus untergebracht. Das Zimmer auf dem zweiten Stock ist klein und laut, Suzanne schafft es kaum, hochzusteigen. Draußen gießt es jetzt richtig. Unsere Stimmung ist alles andere als heiter. |
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Gasthaus Innbrücke in Innsbruck
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Morgen soll es weiter regnen. Wir wollten morgen über den Brenner, dort oben soll es jetzt schneien. Vielleicht bleiben wir morgen erst mal in Innsbruck. Nach dem Abendessen in dem benachbarten guten Gasthaus zum Schwarzen Bären gehen wir früh schlafen. |
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