Anreise: München - San Rafael,California

Es ist wieder so weit: Wir fliegen in die USA!

Hier in München ist es seit vier Wochen außergewöhnlich winterlich. Nicht nur in den Bergen, auch hier in der Stadt liegt so viel Schnee wie schon seit Jahren nicht mehr. Wir hoffen, in California etwas Besseres zu finden. Allerdings wir konnten vor zwei Tagen in der Süddeutschen Zeitung lesen, dass in Los Angeles infolge Dauerregen, der Erdrutsch und Überschwemmung zur Folge hatte, zwei Menschen ums Leben gekommen sind.

Donnerstag, den 24.02.2005

In San Francisco ist es schon 23 Uhr, als wir todmüde ankommen. Es vergehen noch zwei weitere Stunden, bis wir das Gepäck und den Mietwagen bekommen. Jetzt können wir losfahren.

San Rafael liegt nördlich von San Francisco, also wir müssen über die Golden Gate Bridge. Die zu finden ist sicher leicht, wenn man sich auskennt, eine Karte hat, vielleicht bei Tageslicht, oder wenn man noch nicht schläft. Bei mir trifft keine dieser Vorbedingungen zu. So verirren wir uns und machen ganz nebenbei eine nächtliche Stadtbesichtigung in Stadteilen von San Francisco, wo Fremde sich selten verirren. Die Straßen sind in dieser Geisterstunde völlig leer, kein Mensch, kein Verkehr. Es dauert zwar eine kleine Ewigkeit, bis wir den Zugang zur Brücke finden, aber von dort kennen wir den Weg. Unsere Verwandten warten schon ungeduldig und müde auf uns. Nach einer kurzen aber herzlichen Begrüßung fallen wir ins Bett. Von Bett zu Bett waren es über dreißig Stunden.

Freitag, den 25.02.2005

Das Wetter ist auch hier nicht besonders gut und nach Wettermeldung der San Francisco Chronicle wird es in den nächsten Tagen auch nicht besser. Allerdings sind "Winter" und "schlechtes Wetter" hier andere Begriffe als bei uns zuhause. Calandula und Mimose blühen schon im Garten, Zitrone steht kurz davor, und die Vögel zwitschern auch schon ganz munter.



Blackbird

Mittags laufen wir in das Zentrum von San Rafael. Hier gibt es tatsächlich ein Zentrum, wo es Gehwege, mehrere alte Geschäftshäuser aus dem 19. Jahrhundert, Lokale und viele Fußgänger gibt. Wir besuchen ein indisches Restaurant, wo für $ 8,50 man soviel essen kann, wie man will. Bei dem guten Angebot ist es ein sagenhaft günstiger Preis.



San Rafael

San Rafael

Meine Schwägerin, Gwen, hat eine schöne große Katze, die nicht im Haus, sondern auf der Veranda in einem Korbstuhl haust. Gwen erzählt, dass es problematisch ist, für den Futternapf der Katze einen sicheren Platz zu finden, wo die Rehe nicht das Futter von der Katze wegfressen. Dieses für uns ungewöhnliches Nebeneinander von Mensch und Natur habe ich auch schon vor einem Jahr in Florida bewundert.