San Rafael - Castro Valley


Golden Gate Bridge

Dienstag, den 01.03.2005

Sonniges Wetter, wolkenloser Himmel, heute kann es richtig losgehen! Wir fahren zum Airport um den Wagen abzugeben. Von dort gibt es ein City-Zug, der uns nach San Leandro bringt, wo wir unserWohnmobil bei der Firma MOTURIS übernehmen.

Wir haben dieses Fahrzeug im Internet gemietet. Dabei ist für mich wichtig gewesen, dass es Kojen von mindestens 1,90 Meter Länge hat, da ich selbst diese Größe habe. Das kleinste Fahrzeug mit so großen Betten haben wir dann gemietet. Als ich jetzt das Wohnmobil vorgeführt bekomme, bin ich allerdings ein wenig überrascht von seiner enormen Größe.

Hier die Daten: Länge: 6,80 m, Breite: 2,60 m, Höhe: 4,20 m, Gewicht: 5,2 t. Motorisiert ist es mit einem Ford 8-Zylinder Benziner mit 285 PS und Automatikgetriebe, Verbrauch etwa 28 Liter/100 km. Es ist ausgerüstet mit allem, was man braucht oder vielleicht nicht braucht: Vier Schlafplätze, Herd mit drei Flammen, Backofen, Mikrowellenherd, Kühlschrank, Gefriertruhe, Bad mit Waschbecken und Dusche, so groß, dass sogar ich darin duschen kann, Außendusche, Heizung mit Thermostat, Klimaanlage, alles wahlweise mit Normalstrom, Batteriestrom oder mit Gas zu betreiben. Ventilator, Steckdosen und Lampen, überall Lampen, ich zähle neun Stück, alle mit eigenem Schalter. Zum guten Letzt ein Fahrradträger mit zwei MTB-Rädern. Ich bin schwer beeindruckt. Ein Fehler, der mir sofort auffällt, hat das Fahrzeug doch noch: Der Fahrersitz ist so eng, wie in einem FIAT 500.

Nachdem das sehr hilfsbereite Firmenpersonal uns detailliert eingewiesen hat, können wir losfahren. Das Erste was ich merke, ist, dass der Wagen hinten einen riesigen Überhang hat, der schon bei der ersten Torausfahrt hinten aufsetzt. Zweiter Eindruck: Der Wagen ist kaum gefedert, der rappelt so hart wie eine Pferdekutsche. Wegen der enormen Höhe und dem Gewicht und der Servolenkung schwimmt er auch ein wenig. Jedenfalls ist das Fahren mit diesem Laster etwas gewöhnungsbedürftig, nicht ganz angenehm.

Wir bunkern den Kühlschrank bei einem Supermarkt voll. Jetzt sind wir für große Taten gewappnet!

Anthony Chabot Regional Park

Heute wollen wir nicht weit, nur bis zu dem nächsten Campingplatz, um dort den Wagen näher anzuschauen und uns heimisch einzurichten. Unsere Wahl fällt auf das Campground in Anthony Chabot Regional Park in der Nähe von Castro Valley. Der Park liegt an einem See in einer wunderbaren Berglandschaft. Die einzelne Plätze für Wohnmobile sind mit allem ausgerüstet: Strom, Wasser, Kanalanschluss, Tisch, Bänke, Feuerstelle, Grill. Ein freundlicher Nachbar hilft uns über die erste Hürde des Abends, mit dem Anschluss von Strom, Wasser und Kanalisation. So können wir nach einer halben Stunde, als es anfängt zu regnen, zum gemütlichen Teil des Abends übergehen.