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Las Vegas
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Dienstag, den 08.03.2005
Wir fahren mit dem Rad in das Zentrum. Doch, das geht, obwohl der Mensch, der in dem Camping das Tor bewacht, uns abgeraten hat. An manchen Stellen ist der Randstreifen als Radweg ausgewiesen, sonst benutzen wir den Gehweg. Nur im Zentrum, wo sich Las Vegas Boulevard und Tropicana Avenue kreuzen, muss man ein wenig mehr Acht geben, aber dort steht der Verkehr sowieso meistens.
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Las Vegas Boulvard
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Über Las Vegas wurde schon soviel geschrieben, dass ich es mir erspare, hier viel dazu beizutragen. Es ist alles kitschig, laut, bunt und schön, wie an einem überdimensionierten Kirmes, gräßlich oder ganz toll, je nach dem, ob man bereit ist, sich auf die vielen Verrücktheiten einzulassen.
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Als kleines Beispiel soll hier nur das Cafe Rainbow Forest im MGM-Gebäude dienen. Der verwinkelte Raum ist als Urwald dekoriert, von den Bäumen und aus den Büschen schauen Elefanten, Gorillas, Zebras, Löwen und andere wilde Tiere auf uns herab. Es geschiet ständig etwas: Mal blitzt und donnert es, mal kommt ein Platzregen, danach dampft es wie in einer Waschküche, und dazwischen trompeten die Elefanten, brüllen die Löwen, kreischen die Papagaien, röcheln und trommeln die Gorillas. Wie gesagt: Es ist grässlich oder lustig, je nach dem.
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Wir lassen die Räder stehen und laufen am Las Vegas Boulevard - auch The Strip genannt - entlang bis zum Treasure Island und zurück. Dann ist unsere Aufnahmefähigkeit erschöpft, wir radeln zurück zum Camping um uns dort auszuruhen.
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Natürlich wollen wir die Stadt auch bei Abendbeleuchtung sehen. Die Stadt ist bei Nacht wahrhaftig beeindruckend. Ich glaube nicht, dass man auch anderswo diese Orgie von bunten Lichtern zu sehen bekommt.
Nachdem wir das Stadtzentrum bei Abendbeleuchtung bewundert haben, nehmen wir den Bus bis zum nördlichen Stadtteil, wo in den letzten Jahren beim Fremont Street eine zweite Amüsiermeile entstand. Nun, der 10-Kilometer-Fahrt von dem Zentrum lohnt sich nicht. Zwar sind auch dort die selben großen, bunten Spielhallen zu sehen, wie in der Stadmitte, aber alles ist überwuchert von Geschäften, die alle Arten vom billigsten Schrott anbieten. Dem entsprechend ist das Publikum.
Zwischen diesen zwei Stadteilen ist der Strip am Abend meilenweit stockdunkel, man wird davor gewarnt, als Fremder diesen Teil der Straße zu betreten. Der Übergang zwischen der Glitzerwelt und den Schatten ist manchmal nur 20 Meter breit. Es ist wie eine unsichtbare, gläserne Wand, die keine überschreitet.
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Der Fahrer des Shuttlebuses berichtet auf dem Rückweg, dass die Casinos den größten Teil des Umsatzes nicht mehr mit dem Spielbetrieb, sondern mit Kongressen und Großveranstaltungen erzielen. Dafür haben sie eine Kapazität und Routine, die auf der Welt einmalig ist. Das ist der Grund dafür, dass die früheren Lockangebote, wie Dinner und Getränke umsonst, der Vergangenheit angehören. Dafür ist die Übernachtung am Wochenende nach wie vor sehr preiswert.
Ich habe Probleme mit meinem Kreuz. Wahrscheinlich ist ein Nerv eingeklemmt. Es tut jedenfalls verdammt weh.
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