Las Vegas - Zion National Park

Mittwoch, den 09.03.2005

Weiter nach Nordosten. Schon kurz nach der Stadt wird der Verkehr geringer, später fast gar keiner mehr. Leider hat sich mein Kreuz in der Nacht sich verschlimmert. Ich kann kaum noch zehn Schritte laufen, und das Fahren ist auch eine Belastung, da die kleinste Unebenheit mir voll in den Rücken haut. Suzanne will mich zum Arzt bringen, aber ich bin noch immer der Meinung, dass sowas gefälligst selbst vergehen soll. Also weiter!

Das von hohen Bergen begrenzte Tal ist spärlich bewachsen, viele Joshua Trees und sonstige Wüstenpflanzen. Um die Städte, wo es bewässert wird, ist auffallend grün, wir sehen viele Obstgärten und Palmen.

St. George ist eine größere Siedlung, sie ergießt sich in das von felsigen Abbrüchen eingerahmte Land. Dahinter strebt die Autobahn schnurstracks gegen einen riesigen roten Felsmassiv, ich sehe nicht, wie es weitergehen soll. Vielleicht ein Tunnel? Nein, in dem letzten Augenblick öffnet sich, wie Sesam im Märchen, ein schmaler Felsspalt, das Virgin River Canyon. Der Tal ist so eng, und die roten Felswände sind so hoch, dass ich das Gefühl habe, die wachsen über uns zusammen.





Virgin River Canyon

Der Highway 9 führt uns durch Hurricane nach Springdale, wo der Eingang des Zion National Park sich befindet, den wir morgen besuchen wollen. Wir finden einen Campingplatz, aber ich kann nicht mehr aus dem Auto steigen, ohne schreien zu müssen, so bestialisch schmerzt mein Kreuz. Ob ich will oder nicht, jetzt brauche ich doch einen Arzt. Der nächste Mediziner ist in Hurricane, wir müssen also 24 Meilen zurück fahren.

In dem örtlichen Gesundheitszentrum werde ich von einer akademisch ausgebildeten Krankenschwestern behandelt. Sie verschreibt mir die nötigen Entspannungs- und Schmerzmittel.

Es ist schon spät am Abend, als wir, zurück im Camping, uns in Ruhe begeben.