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Zion National Park - Hatch
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Donnerstag, den 10.03.2005
Die aufgehende Sonne lässt den Felsenberg über uns rotgelb glühen.
Die Pillen fangen an zu wirken, ich habe wesentlich weniger Schmerzen als gestern.
Nach dem Früstück fahren wir in den Park. Dazu müssen wir 30 $ bezahlen, 20 als eintritt, und 10 für den Tunnel. Wieso Tunnel?
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Wir können in den Zion Canyon auf einem guten Weg meilenweit bis zum Ende des Tales reinfahren. Im Sommer, wenn der Bach nicht so viel Wasser führt wie jetzt, kann man im Bachbett noch weiterlaufen, bis der Canyon nur noch Schulterbreite hat.

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Zion National Park
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Zion National Park
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Bei vielen anderen Canyons werden die Besucher von oben zum Tal hingeführt, sie schauen von oben in den Abgrund. Hier dagegen befindet man sich als Besucher an der Talsohle und verrenkt sich den Hals, indem er auf die riesenhohen Felswände hochschaut. Ich komme mir wie ein Ameise vor, wenn ich diesen in Himmel springenden rote, gelbe und braune Felsgiganten sehe, von denen an einigen Stellen Bächer Hunderte von Metern in die Tiefe stürzen und dabei vom Wind in Fahnen zerstäubt werden. Einfach großartig!
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Natürlich ist der Zion Canyon nicht nur ein Naturwunder, sondern auch eine Touristenattraktion, und als solche bis zum Letzten durchorganisiert. Angelegte Fußwege, Hinweisschilder, alles ist irgendwie ins Bild gerückt, wie bei einer Ausstellung. Aber die wilden Truthähne, die wir neben der Straße sehen, sind nicht für die Touristen gezüchtet, die leben hier tatsächlich wild.
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Zion National Park
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Unser weiterer Weg nach Osten schlängelt sich in einer seitlichen Schlucht in die Höhe. Nach zahlreichen Kehren folgt ein Tunnel, und hier erfahren wir, wozu der 10 $ Gebühr genommen wurde. Der hufeisenförmige Tunnel ist nämlich so eng, das wir mit unserem Wohnmobil beide Spuren brauchen, also muss der entgegekommende Verkehr angehalten werden.
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Zion National Park
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Hinter diesem Hindernis folgt die schönste Canyonlandschaft unserer bisherigen Reise. Bunt leuchtende Farben, Felsformationen, die die Phantasie anregen. Jeder Blick in beliebiger Richtung zeigt ein Bild wie auf einem Kalenderblatt.
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Es steigt weiter und weiter. Erst bestaunen wir die einzelnen Schneeflächen neben unserer Straße, später sind die Hänge und Wiesen vollkommen vom Schnee bedeckt.
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Quartier finden wir in dem kleinen Dorf Hatch. Auf dem Campinggelände stehen nur zwei unbewohnte Wohnwagen und wir. Die Wasserleitung ist abgedreht wegen dem Frostgefahr. Auch heute Nacht soll es frieren.
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