Natural Bridges National Monument - Grand Canyon City

Sonntag, den 13.03.2005

Nach einer ruhigen Nacht fahren wir in dem sonnigen Morgen zum Monument Valley. Leider ist der kürzeste Weg, die Straße 261, durch ein Stück Schotterpiste unterbrochen, und uns ist es von dem Vermieter untersagt, mit dem Wagen unbefestigte Wege zu befahren. So müssen wir etwa 50 Meilen Umweg machen.







Beim Bluff stehen zwei Felstürme nebeneinander, die Twin Rocks. Das Land ringsum gehört den Navajos. Auch sie betreiben hier so ein Esslokal mit viel Indianer-Krimskrams. Erst essen wir ein Frühstück mit pancakes und bacon, wie es sich gehört. Anschließend erstehen wir einige T-Shirts und Socken mit Navajo-Motiven. Ich finde es witzig, dass Suzanne jetzt ein T-Shirt trägt vorn mit dem Schriftzug "Twin Rocks". Bei ihr passt es sogar.












Mexican Hat

Kurz vor dem Monument Valley kommen wir an mehreren Navajosiedlungen vorbei, und das heißt leider nichts Gutes. Eine allgemeine Schäbigkeit der Behäusungen, Berge von allen Arten von Schrott und Müll, sogar der Rand der Straße ist nicht mehr so sauber als anderswo. Dann aber erscheinen weit am Horizont die Felstürme, die man auf Bildern tausendmal gesehen hat, und die kommen näher und näher ... Ich merke, wie mich ein fast religiöse Gefühl bemächtigt, am liebsten würde ich mich bekreuzen, wie beim Betreten einer Kathedrale.

Monument Valley

Das Vistor Center steht zwischen den Felsentürmen wie auf einem Feldherrenhügel. Von der Aussichtsterrasse bietet sich ein Überblick über große Weiten. Auch hier gibt es ein 17-Meilen-Rundkurs, allerdings unbefestigt, wir könnten also nur mit dem Rad fahren. Da aber heute, am Sonntag, auffallend viele Besucher da sind, die mit ihren Cars an dieser Piste herumkurven und dabei viel Staub aufwirbeln, lassen wir es lieber und begnügen uns mit der traumhaften Aussicht.












Monument Valley

Nur ein paar Meilen später verlassen wir den Staat Utah und sind in Arizona. Die Güte des Straßenbelags ist damit merklich besser geworden.

Kayenta ist eine größere Indianersiedlung. Warum soll ich mich wiederholen? Einheitshütten, Schrottautos, Wohnwagencamps, unaufgeräumt, hässlich.

Das Land wird etwas breiter, ist spärlich mit Gestrüpp bewachsen. Der Verkehr nimmt allmählich zu, ähnlich wie die Wolken. Ich denke, das Wetter ändert sich.

Ab Cameron steigt es wieder. Bis zum Südrand des Grand Canyon ist es noch 35 Meilen. Der Anfang ist wieder wüstenhaft, immer wieder sehen wir Indianerbehausungen, sowie viele Verkaufstände, Bretterverschläge, in denen hauptsächlich Silberschmuck verkauft wird.

Als wir in der Abenddämmerung oben ankommen, ist es grau bewölkt, kühl, wir sind ziemlich müde. Obwohl wir uns schon danach sehnen, wollen wir den ersten Blick in das berühmte Canyon für morgen aufheben.

Wir haben es vor, hier ein oder zwei Tage mit Wandern und Radeln zu verbringen. In Grand Canyon City gibt es mehrere Campingplätze, aber die guten sind - zum ersten Mal auf unserer Reise - bereits ausgebucht. So begnügen wir uns mit einem einfacheren Platz und nehmen uns vor, morgen vormittag zu einem besseren umzuziehen.